Beteiligte Einrichtungen

Hospiz-Team Nürnberg e.V.
Hospizarbeit hat etwas mit dem Sterben zu tun – das ist in die meisten Winkel unserer Gesellschaft vorgedrungen. Doch Hospizarbeit beginnt nicht erst am Sterbebett, sondern will schon Unterstützung und Entlastung vor den letzten Lebensstunden geben. Hospizarbeit versucht Lebensqualität und Lebenswürde auf dem Weg zum Lebensende zu geben und nicht nur am Ende des Weges präsent zu sein. Denn auf dem Weg kann noch gemeinsam versucht werden, Lebenswünsche und Vorstellungen zu ermöglichen und zu erfüllen.
Das ambulante Hospiz-Team begleitet unter dem Vorsitz von Herrn Diakon Dirk Münch, seit über 24 Jahren Menschen am Lebensende und deren Angehörige. Dabei umfasst das Angebotsspektrum des ambulanten Hospiz-Teams für Menschen in einer lebensendlichen Situation ein breites Feld an Versorgungshilfe. Neben der klassischen Sterbebegleitung gehören auch der Kinderhospizdienst, der Palliative Care Beratungsdienst, die Begleitung von Menschen mit Behinderung und die Begleitung von Obdach- und Wohnungslosen sowie das Trauerberatungszentrum und die Hospiz-Akademie zu den Aufgabenbereichen des Hospiz-Team Nürnberg.
Der Palliative Care Dienst berät Familien, Betroffene, Einrichtungen und andere Mitversorger bei den Begleitungen und stellt auf Wunsch einen Ehrenamtlichen zur Seite, der hilft, die Situationen zu entlasten und im Sinne des Betroffenen zu unterstützen.

Kinderhospizarbeit, Akademie und Trauerinstitut
Die Kinderhospizarbeit berät und begleitet Eltern und Geschwisterkinder. Der Weg der Kinder kann über Jahre gehen und stellt Familien und das soziale Umfeld vor besondere Herausforderungen. Hier helfen wir durch die fachkundige Beratung unserer Kinderpalliative Care Fachkräfte und den speziell geschulten Ehrenamtlichen.
In der Akademie für Hospiz- und Palliativmedizin werden die ehrenamtlichen Hospiz-BegleiterInnen aus- und weitergebildet sowie Ärzte und Pflegepersonal in Belangen der Hospiz- und Palliativmedizin geschult.
Das angeschlossene Trauerinstitut übernimmt die Aus- und Weiterbildung von TrauerbegleiterInnen. Im Trauerberatungszentrum finden Trauernde Hilfe und Unterstützung in Form von Einzelgesprächen und/oder Gruppenangeboten.
Neue Aufgaben wie die Begleitung von Menschen mit Behinderung sowie die Begleitung von Wohnungs- und Obdachlosen sind hinzugekommen.
Derzeit sind 130 Ehrenamtliche in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen für das Hospiz-Team tätig.

Hospiz- und Palliativstiftung Nürnberg
Die Hospiz- und Palliativstiftung fördert und unterstützt die Hospizarbeit in Form von Direktförderung oder Organisationsförderung.
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
www.hospiz-team.de
www.hospizstiftung-nuernberg.de
www.hospizakademie-nuernberg.de

Hospizverein Schwabach
Gemeinsam für ein würdevolles Leben bis zuletzt
Als Hospizverein Schwabach beteiligen wir uns an der Hospiz- und Palliativwoche, weil wir davon überzeugt sind: Sterben, Tod und Trauer gehören zum Leben – und sie brauchen einen Platz in unserer Gesellschaft.
Hospizarbeit bedeutet für uns weit mehr als die Begleitung am Lebensende. Sie steht für Menschlichkeit, Nähe und die Frage, was Menschen in einer schweren Lebensphase wirklich brauchen. Sie stärkt Angehörige, schenkt Sicherheit und ermöglicht es, auch in der letzten Lebensphase Selbstbestimmung und Lebensqualität zu bewahren.
Die Hospiz- und Palliativwoche bietet die besondere Möglichkeit, diese Haltung sichtbar zu machen. Sie bringt Menschen miteinander ins Gespräch, informiert über Unterstützungsmöglichkeiten und schafft Raum für Themen, über die im Alltag häufig zu wenig gesprochen wird. Gleichzeitig zeigt sie die Vielfalt hospizlicher und palliativer Angebote und macht deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamtlichen, Einrichtungen, Fachkräften und engagierten Bürgerinnen und Bürgern ist.
Wir beteiligen uns, weil Hospizarbeit die gesamte Gesellschaft betrifft.
Weil jeder Mensch am Ende seines Lebens Begleitung, Respekt und Würde verdient. Und weil eine Gesellschaft daran erkennbar ist, wie sie mit Menschen umgeht, die besonders verletzlich sind.
Die Hospiz- und Palliativwoche lädt dazu ein, Berührungsängste abzubauen, Wissen zu vermitteln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie möchte Mut machen, sich mit dem eigenen Leben, dem Sterben und den Möglichkeiten von Vorsorge und Begleitung auseinanderzusetzen.
Für uns ist sie deshalb auch ein Zeichen für eine Kultur, in der niemand mit seinen Fragen, seiner Angst, seiner Trauer oder seinem Abschied allein bleiben muss.
Wir freuen uns, gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern diese Haltung in die Stadtgesellschaft zu tragen – offen, vielfältig und mitten im Leben.
Weitere Informationen finden Sie unter www.hospizteam-schwabach.de

Die Hospiz-Akademie Nürnberg
Auftrag und Leitbild der Hospiz-Akademie Nürnberg
Die Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin verfolgt gemäß ihrer Satzung und dem Gesellschaftsauftrag folgende Ziele:
- die gesellschaftliche Diskussion über einen menschenwürdigen, adäquaten Umgang mit Sterben und Tod zu fördern und
- die Aktivitäten der Hospizbewegung und Palliativmedizin in der Region Nürnberg zu vernetzen und Impulse für die qualifizierte Aus-, Fort- und Weiterbildung von Helfern zu geben, die sich ehrenamtlich oder hauptberuflich um Menschen im letzten Lebensabschnitt kümmern.
Der Satzungszweck wird verwirklicht durch:
- differenzierte Aus- und Fortbildungsangebote für Menschen, die sich haupt- oder nebenberuflich um Menschen im letzten Lebensabschnitt kümmern; wichtig ist hier die koordinierte Zusammenarbeit mit bestehenden Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, besonders auch mit bereits bestehenden Akademien, die den Hospizgedanken und die Palliativmedizin fördern
- Öffentlichkeitsarbeit zu Themen der Hospizidee und Palliativmedizin, insbesondere durch entsprechende Vortragsveranstaltungen und Tagungen
- die Förderung von medizinischen, pflegerischen, sozialen und spirituellen Betreuungsstrukturen, die Menschen unterstützen, im letzten Lebensabschnitt möglichst selbstbestimmt, würdevoll, sinnerfüllt und beschwerdearm im Leben zu bleiben
- die Förderung von Unterstützungsangeboten für Hinterbliebene in ihrer Trauer
- die Förderung einer regionalen Vernetzung von hauptamtlichen und ehrenamtlichen sowie ambulanten und stationären Strukturen der Hospizarbeit und Palliativmedizin
- die Einrichtung eines Förderpreises für beispielhafte Initiativen oder Projekte auf dem Gebiet der Hospizarbeit und Palliativmedizin.
(Auszug aus der Satzung)

Caritas – Hospiz Xenia
Ein Zuhause für Menschen in ihren letzten Lebenstagen
Das Hospiz Xenia ist eine Einrichtung für Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung. Ein Zuhause, in dem Menschen in der letzten Lebensphase in ihrer Krankheit und in ihrem Sterben Geborgenheit, Zuwendung und fachlich kompetente Pflege erfahren. „Xenia“ ist ein altgriechisches Wort und steht für Gastfreundschaft. Gastfreundschaft für Bewohner, ihre Angehörige und Freunde.
Gemeinschaft und Nähe
Unser Hospiz steht allen offen, die in ihrem eigenen Zuhause nicht mehr betreut werden können, unabhängig von Alter und Weltanschauung. Der Schwerpunkt unseres Handelns liegt in der ganzheitlichen Begleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern und orientiert sich an deren Wünschen und Bedürfnissen. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, körperliche Schmerzen und Leiden zu lindern und somit ein selbstbestimmtes und möglichst beschwerdefreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Ein speziell ausgebildetes Mitarbeiterteam, das rund um die Uhr für die Bewohner da ist, sorgt für kontinuierliche und notwendige palliativ-medizinische und palliativpflegerische Versorgung.

Ambulanter Hospiz- und palliativer Beratungsdienst der Rummelsberger Dienste
Ambulanter Hospiz- und palliativer Beratungsdienst der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter gGmbH Unter dem Motto: „Leben. Bis zuletzt.“ begleiten die ehrenamtlich tätigen Hospizbegleiter*innen, Patienten und ihre Zugehörigen auf dem letzten Lebensabschnitt. Dabei verstehen sie Hospizarbeit als zugewandtes und achtsames Begleiten. Neben der fachlichen Beratung durch das hauptberufliche Personal bieten die Ehrenamtlichen vor allem die Ressource „Zeit“ zur Unterstützung an. Sie können Da sein, dadurch Patienten und Zugehörige entlasten und somit Hilfe beim Verarbeiten und Gestalten der letzten Lebensphase anbieten. Ihr Ziel ist es, dass Schwerstkranke und Sterbende möglichst selbstbestimmt und würdevoll ihren Weg gehen können. Seit 1998 engagieren sich ehrenamtlich im Verein Rummelsberger Hospizarbeit Frauen und Männer aus unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen. Sie sind da für Menschen, gleich welcher Herkunft, Überzeugung und Religion. Der Verein arbeitet mit Ärzten, Pflegediensten, Beratungsstellen und stationären Pflegeeinrichtungen zusammen. Er ist Mitglied im Bayerischen Hospiz- und Palliativverband sowie im Fachverband End-of-Life-Care der bayerischen Diakonie. Für sein Ausbildungs- und Fortbildungskonzept von Ehrenamtlichen ist er mehrmals ausgezeichnet worden. Weitere Informationen finden Sie unter www.hospizverein-rummelsberg.de

SozialesNetz im Nürnberger Osten
Menschen begleiten – Hospizarbeit in Mögeldorf
Mit einem Team aus Haupt und Ehrenamtlichen werden schwerkranke Menschen, die schwer und unheilbar krank sind und eine begrenzte Lebenserwartung haben, zu Hause, im Pflegeheim, im Tageshospiz, in der LebensWeGe oder im stationären Hospiz begleitet. Durch die enge Zusammenarbeit unserer einzelnen Hospizangebote und Einrichtungen können Menschen und ihre Angehörige ab Diagnosestellung bis zum Tod intensiv betreut und unterstützt werden. Nach dem Versterben werden Angehörige durch unser Trauerteam begleitet. Mit dieser internen, umfassenden Netzwerkarbeit schließt das Soziale Netz Nürnberg Mögeldorf eine wichtige Lücke in der palliativen Versorgung betroffener Menschen.
Das Anliegen des Ambulanten HospizDienstes Mögeldorf ist es schwerkranke Menschen nicht alleine zu lassen und so lange es geht in ihrer gewohnten Umgebung ein würdevolles Leben zu ermöglichen durch Beratung und ehrenamtliches Engagement.
Die LebensWeGe ist eine Wohngemeinschaft, die eingebettet ist in unser vernetztes Hospizkonzept. Bis zu 5 Bewohner können hier zusammenleben. Eine selbstbestimmte Alternative zu einer Pflegeeinrichtung.
Das Tageshospiz schließt die Lücke zwischen häuslicher und stationärer Versorgung, bis zu 6 Gäste werden palliativ betreut. Austausch und Begegnung finden hier statt, unnötige Krankenhauseinweisungen werden vermieden und Angehörige entlastet.
Unser stationäres Hospiz gibt es seit 1997. Es bietet ein Zuhause für 14 Gäste in der letzten Lebensphase. Betroffene werden so begleitet, dass sie ihr Leben auch in dieser Zeit lebenswert und erfüllend erleben.
Unser Team der Trauerbegleiterinnen sorgt mit verschiedenen Angeboten dafür, dass Menschen auf ihrem Weg durch die Trauer nicht alleine gelassen werden.

evangelische stadtakademie nürnberg – eckstein
Weitere Informationen finden Sie unter www.evangelische-stadtakademie-nuernberg.de
Lange Zeit waren Tod, Sterben und Trauer gesellschaftlich tabuisiert. Seit einigen Jahren löst sich diese Schweigsamkeit. Eine neue Aufmerksamkeit für die letzte Station des Lebens ist entstanden. Erinnerungs- und Trauerkultur findet neue Formen. Viele Fragen wollen weiter beantwortet werden: Was macht das Leben aus – bis zum letzten Atemzug? Wie halte ich den Verlust eines geliebten Menschen aus? Wie kann ich mit der Trauer leben? Wer oder was hilft mir? Unter dem Thema ENDlich leben, bietet die evangelische stadtakademie nürnberg Möglichkeiten der Annäherung, der Information und des Gesprächs mit Betroffenen und Fachleuten an.
eckstein, Burgstraße 1-3. 90403 Nürnberg.

Was bleibt? Archäologische Spuren im Germanischen Nationalmuseum
Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg bewahrt Dinge, die Menschen vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden geschaffen, benutzt und hinterlassen haben. Besonders eindrucksvoll wird dies in den archäologischen Sammlungen: Werkzeuge, Schmuck, Waffen, Gefäße und andere Fundstücke erzählen von vergangenen Lebenswelten – und davon, wie Menschen gelebt, gearbeitet, geglaubt und miteinander umgegangen sind. Die Sammlung reicht von der Altsteinzeit über die Kelten und Römer bis ins Mittelalter.
Doch was geschieht eigentlich mit einem solchen Artefakt, wenn es ins Museum gelangt?
Ein Fundstück ist weit mehr als ein Gegenstand. Es ist ein Zeugnis seiner Zeit – und zugleich ein Objekt, das sorgfältig untersucht, dokumentiert, bewahrt und eingeordnet werden muss. Archäologische Arbeit bedeutet deshalb auch, Spuren zu lesen: Material, Gebrauchsspuren, Fundort und Kontext können Hinweise darauf geben, welche Geschichte ein Artefakt erzählt. Neue Funde werden dabei nicht einfach „ausgestellt“, sondern wissenschaftlich erschlossen und in den bestehenden Sammlungsbestand eingeordnet. So gelangten beispielsweise archäologische Funde aus Ausgrabungen in Burgthann in den Bestand des Germanischen Nationalmuseums.
Der Umgang mit Artefakten macht dabei eine besondere Spannung sichtbar: Einerseits sollen die Objekte möglichst unverändert erhalten bleiben. Andererseits müssen sie untersucht und erforscht werden, damit wir ihre Geschichte verstehen können. Zwischen Bewahren, Forschen und Erzählen entsteht so eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Das Germanische Nationalmuseum zeigt damit nicht nur alte Dinge. Es stellt die Frage, welchen Wert Gegenstände für unser Verständnis vom Menschen haben. Was bleibt von einem Leben? Welche Spuren überdauern die Zeit? Und was können wir aus den Dingen lesen, die Menschen vor uns zurückgelassen haben?
Gerade darin liegt die besondere Faszination der Archäologie: Ein kleines Artefakt kann eine große Geschichte erzählen – wenn wir bereit sind, genau hinzusehen.
Der umfangreiche Objektkatalog des Museums macht diese Arbeit auch digital nachvollziehbar und bietet Zugang zu mehr als 200.000 erfassten Objekten.