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Programm

11. Hospiz- und Palliativwoche vom 12. – 17. Oktober 2026

Samstag, 10.10.2026

Museum meets Hospiz, Auftaktveranstaltung

Beginn: 13:00 Uhr

Referentin: Dr. Angelika Hofmann, Sammlungsleiterin für Archäologie

Führung: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist…“
Ein archäologischer Blick auf den Tod

Die Konfrontation mit dem Thema Tod und der Umgang mit menschlichen Überresten ist wesentlicher Bestandteil der archäologischen Arbeit. Das trifft sowohl für Ausgrabungen zu als auch für die weitere Museumsarbeit, also das Bewahren, Erforschen und Vermitteln. Die Führung   stellt Grabfunde von der Steinzeit bis zum Mittelalter vor. Die historischen Artefakte verraten viel über die Menschen und ihre Jenseitsvorstellungen. Doch bringt die Arbeit mit und das Ausstellen von menschlichen Überresten auch ethische Fragen mit sich, die thematisiert werden.

Ort: im Germanischen Nationalmuseum
Treffpunkt: Eingangshalle | Max. 25 Teilnehmer: innen | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Abb.: Blick in die Archäologische Sammlung des GMN Baumsarg, Oberflacht (Baden-Württemberg), 6. Jahrhundert

Infostand zur Kinder- und Jugendhospizarbeit

10:00-15:00 Uhr

im Rahmen der Veranstaltung des Stadtjugendringes. Auf zahlreiche Gespräche freut sich Theresa Kania, Koordinatorin im Hospizverein Schwabach e.V.

Ort: Königsplatz | Marin-Luther-Platz | 91126 Schwabach.

Tag der Jugendverbände: https://www.sjr-schwabach.de/de/themen_und_projekte/tag_der_jugendverbaende.php

Der Johannisfriedhof. Ein Bilderbuch der Stadtgeschichte.

Beginn: 14:00 Uhr

Veranstalter: Verein Geschichte Für Alle

Ein besonderer Ort zwischen Leben, Tod und Erinnerung

Der Johannisfriedhof gehört zu den eindrucksvollsten und geschichtsträchtigsten Orten Nürnbergs. Bei unserer Führung lernen Sie den traditionsreichen Friedhof mit seinen kunstvoll gestalteten Grabstätten, alten Inschriften und den Geschichten der Menschen kennen, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Dabei geht es nicht nur um Geschichte und berühmte Persönlichkeiten. Der Rundgang lädt auch dazu ein, über unsere eigene Haltung zu Tod, Abschied und Erinnerung nachzudenken. Wie haben Menschen früher mit Sterben und Trauer umgegangen? Welche Spuren hinterlassen sie – und was erzählen uns Grabstätten über ihre Zeit und unsere heutige Gesellschaft?

Eine besondere Führung an einem besonderen Ort, die Geschichte lebendig werden lässt und zugleich Raum für persönliche Gedanken und Begegnungen mit dem Thema Tod und Vergänglichkeit eröffnet.

Ort: Johannisfriedhof, Johannisstraße, 90419 Nürnberg.

Anmeldung und Ticketbuchung unter: https://www.geschichte-fuer-alle.de/stadtrundgaenge/oeffentliche-stadtfuehrungen-themen/oeffentliche-stadtfuehrungen-themen-nuernberg/stadtteile-nuernberg#!/e/ae4f9e081293fa3a261e58128e3df196.

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Sonntag, 11.10.2026

Laut. Bunt. Gemeinsam. MitSING-Aktion mit dem Chor Voising.

11:00-12:00 Uhr

Singen verbindet und genau darum geht es bei Laut. Bunt. Gemeinsam. Egal, ob Sie jeden Ton treffen oder einfach nur gerne mitsummen: Hier zählt nicht die perfekte Stimme, sondern der Spaß am gemeinsamen Erleben.

Freuen Sie sich auf bekannte Hits, zeitlose Klassiker und Lieder, die Erinnerungen wecken, zum Lächeln bringen oder einfach gute Laune machen. Gemeinsam schaffen wir einen Ort voller Musik, Begegnung und Leichtigkeit – offen für alle Generationen und Alle, die Lust haben, Teil eines besonderen Moments zu werden.

Kommen Sie vorbei, singen Sie mit oder genießen Sie einfach die Atmosphäre. Denn gemeinsam klingt das Leben ein bisschen bunter. Auf unserer Lächelbank laden wir Sie ein, Platz zu nehmen und zu LÄCHELN.

Ort: Lächelbank an der Liebesinsel am Trödelmarkt | 90403 Nürnberg.

Montag, 12.10.2026

Einblick ins Mathilden-Haus mit offenen Hospizangeboten, Ambulantem HospizDienst, TagesHospiz und Hospiz sowie in die Ausbildung für Ehrenamtliche Hospizbegleiter

Beginn: 10:00 Uhr

Wir laden Sie ein, das Mathilden-Haus mit seinem stationären Hospiz, dem palliativen Angebot im TagesHospiz und dem vielfältigen ambulanten HospizDienst kennenzulernen. Gewinnen Sie Einblicke in ein Thema, das uns alle angeht. Wir bieten Orientierung, Entlastung und konkrete Hilfe. Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen zur Anmeldung, Aufnahme-voraussetzungen, Unterbringung und Aufenthaltsdauer. Lernen Sie außerdem unsere Ehrenamtlichen HospizBegleiter: innen kennen und informieren Sie sich über die Ausbildung.

Letzte Wünsche wagen..

Am Mathilden-Haus wartet am 12. Oktober vor- oder nachmittags – abhängig vom Dienstplan – der ASB-Wünschewagen Franken/Oberpfalz, der schwerstkranke Menschen aus der Region Nürnberg-Fürth ein letztes Mal ihren Wunschzielen bringt. Erhalten Sie bewegende Einblicke in die Wunschfahrten die im speziell ausgestatteten Fahrzeug rein ehrenamtlich von geschulten Fachkräften aus der Pflege und dem Rettungsdienst begleitet werden. Wann er bei uns Station macht, finden Sie ab 2. Oktober auf unserer Website www.diakonie-moegeldorf.de oder auf unserem Instagram- und Facebook-Kanal.

Treffpunkt: Diakonie Nürnberg-Mögeldorf, Innenhof vor dem Hospiz im Mathilden-Haus, Ziegenstr. 30, 90482 Nürnberg | Anmeldung nicht erforderlich.

Mathilden-Haus. Foto Diakonie Nürnberg-Mögeldorf

Buchlesung „Ein Tag mit Herrn Jules“

Beginn: 15:00 Uhr

Es lesen für Sie: Jasmine Enslinger vom CAG Dr. Werr Heim und Helga Beyerlein von der Hospizakademie Nürnberg.

Herr Jules ist gestorben. Seine Frau bleibt bei ihm – einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang. In der stillen Gegenwart des Verstorbenen lässt sie ihr gemeinsames Leben Revue passieren.

Sie erinnert sich an glückliche Momente ebenso wie an Enttäuschungen, Verletzungen und das Ungesagt. Im Gespräch mit ihrem toten Mann blickt sie ehrlich und liebevoll auf eine lange Ehe zurück. Begleitet werden diese Stunden von einem autistischen Nachbarsjungen, dessen unvoreingenommene Sicht den Abschied auf besondere Weise bereichert.

Mit großer Feinfühligkeit erzählt Diane Broeckhoven von Liebe und Verlust, von Versöhnung und der Kraft der Erinnerung. Eine bewegende Erzählung über das Abschiednehmen, die zum Nachdenken und zum Austausch einlädt.

Ort: CAG Dr. Werr Heim | Senioren‑ und Pflegeheim | Ingolstädter Str. 142 | 7. Stock | 90461 Nürnberg. Aufzugvorhanden | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Wenn ich einmal nicht mehr entscheiden kann – wer weiß dann, was ich will?

Beginn: 18:00 Uhr

Referent: Jürgen Schnierstein, Altenpfleger und Gesprächsbegleiter ACP.

Ein Vortrag über ACP – Vorausplanung für die letzte Lebensphase.Wenn Krankheit oder Alter die Entscheidungsfähigkeit einschränken, stellt sich die Frage: Wer spricht für mich – und was soll dann geschehen? Die gesundheitliche Versorgungsplanung (Advanced Care Planning, ACP) hilft, frühzeitig Klarheit zu schaffen – für sich selbst, für Angehörige, für das Behandlungsteam. Damit Wünsche gehört werden und respektiert bleiben. In diesem Vortrag erhalten Sie Antworten auf die Fragen: Was ist ACP und warum es für jeden Menschen wichtig sein kann. Wie werden persönliche Werte in konkrete Entscheidungen umgesetzt? Wie läuft ein ACP-Gespräch ab und welche Dokumente sind wichtig? Warum kann es entlastend sein, vorbereitet zu sein?  Selbstbestimmt – auch dann, wenn das Leben schwierig wird. Lassen Sie sich informieren und inspirieren.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Raum 4.05. | 90403 Nürnberg | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Yoga mit Herz 🫶🏻 Eine Yogastunde, die bewegt – Körper, Atem und Dein Herz.

18:00-19:30 Uhr

Kursleitung:Anita Krah, Yogalehrerin (BYV).

Wir kommen ins Spüren und finden mit Leichtigkeit zurück in Vertrauen, Freude und Innere Balance.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Raum 2.01. | 90403 Nürnberg | Eintritt frei | Anmeldung erwünscht.

Buchlesung „Der erste letzte Tag“ von Sebastian Fitzek.

Beginn: 20:00 Uhr

Es lesen für Sie Bettina Renz, Hospizbegleiterin im Hospizverein Schwabach e.V., Diakon Marcus Hecke Koordinator im Hospiz-Team Nürnberg e.V. und Diakon Thomas Mrotzek, Koordinator im Hospizverein Schwabach e.V.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten nur noch einen Tag zu leben. Was würden Sie tun, was nicht mehr? Lea und Livius führt das Schicksal zusammen. Der Ausfall ihres Fluges von München nach Berlin schweißt die beiden im letzten zur Verfügung stehenden Mietwagen zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen. Was sie verbindet ist nicht viel außer dem Willen, bei Schneesturm wohlbehalten in der Hauptstadt anzukommen.

Lea nur als Zwischenstopp zur Weiterfahrt in eine Hamburger Klinik zu Ihrem Vater, mit dem sie schon lange keinen Kontakt mehr hat. Aber die Krankheit … Livius, um seine Ehe im Rahmen einer Paartherapie zu retten. Weitere Umstände führen dazu, dass die beiden sich darauf einigen, den Tag so zu gestalten, als wäre es ihr Letzter.

Sebastian Fitzek, bekannter Thriller-Autor, legt hier ein Werk vor, bei dem er damit rechnete, dass der Verlag sein Manuskript mit dem Hinweis „Ja schön und gut, aber wo sind die Leichen?“ zurückgeben würde. Es kam anders. Und so erschien ein Roman, der humorvoll und zugleich emotional wie bewegend ist.

Steigen Sie ein und lassen Sie sich amüsant von den beiden Protagonisten mit auf einen atemberaubenden Roadtripp nehmen.

Ort: Hospizverein Schwabach | Regelsbacher Straße 9 | 91126 Schwabach | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Dienstag, 13.10.2026

Einblick ins Mathilden-Haus mit offenen Hospizangeboten, Ambulantem HospizDienst, TagesHospiz und Hospiz sowie in die Ausbildung für Ehrenamtliche Hospizbegleiter

Beginn 15:00 Uhr

Wir laden Sie ein, das Mathilden-Haus mit seinem stationären Hospiz, dem palliativen Angebot im TagesHospiz und dem vielfältigen ambulanten HospizDienst kennenzulernen. Gewinnen Sie Einblicke in ein Thema, das uns alle angeht. Wir bieten Orientierung, Entlastung und konkrete Hilfe. Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen zur Anmeldung, Aufnahme-voraussetzungen, Unterbringung und Aufenthaltsdauer. Lernen Sie außerdem unsere Ehrenamtlichen HospizBegleiter: innen kennen und informieren Sie sich über die Ausbildung.

Ort: Mathilden-Haus | Ziegenstraße 30 | 90482 Nürnberg | Anmeldung nicht erforderlich.

Mathilden-Haus. Foto Diakonie Nürnberg-Mögeldorf

„Vorstellung komplementärer Therapien im Hospiz“.

16:00-18:00 Uhr

Referentinnen: Marion Zylka und Edith Zeitler.

Komplementäre Pflegeanwendungen bieten einen wertvollen Ansatz, um unseren Gästen im Hospiz eine Ergänzung zur medikamentösen Therapie anzubieten.

Ort: Caritas-Hospiz Xenia | Klenzestraße 4 | 90471 Nürnberg | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Gespräch – Vortrag – Der Teddybär – Seelentröster und Hoffnungsträger in dunklen Welten.

18:00-20:00 Uhr

Referent: Dr. Hans-Jürgen Luibl, Theologe.

Früher wohnte der Teddybär in Kinderzimmer und Menschenherzen, ein kuschliger Begleiter durch das Leben, gerade wenn es eng und dunkel wird. Manche altgewordenen Kinder haben ihren Teddy noch immer.
Und nun findet man ihn auch an anderen Orten: an Gedenkorten nach Anschlägen zwischen Blumen und Kerzen, auf Demonstrationen gegen Krieg und an Gräbern. Wir leben in der düsteren Welt der neuen Bärentöter, wo Wehrlose zur Zielscheibe werden. Der Teddybär ist wehrlos – und besitzt doch eine Kraft des Widerstands, ist die fühlbare Sehnsucht nach Geborgenheit und Schutz, ein Helfer für Kommunikation und Miteinander in harten Zeiten, wie früher die Schutzengel Gottes. Der Abend dient der Spurensuche nach einem vertraut-fremden Wesen, im eigenen Leben und der wirren, weiten Welt.
Wenn Sie möchten: Bringen Sie doch gerne Ihren eigenen Teddybären zur Veranstaltung mit.
Anmeldung über  https://tinyurl.com/yw29jdee  bis 13.10.2026, erleichtert uns die Organisation. Kurzfristiges Dazukommen auf jeden Fall möglich.

Ort: eckstein | Burgstr. 1-3 | Raum 4.02. | 90403 Nürnberg. Veranstalter: evangelische stadtakademie nürnberg, www.evangelische-stadtakademie-nuernberg.de

Umgang mit Todeswünschen.

Beginn: 18:00 Uhr

Referent:innen: Judith Berthold M.A., Koordinatorin und Gesprächs-begleiterin und Diakon Stefan Meyer MAS, Geschäftsführer Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin.

Wenn doch schon alles vorbei wäre! Nicht hinter allen solchen Äußerungen steht ein konkreter Todeswunsch. Und auch wenn das Thema assistierter Suizid immer wieder die Schlagzeilen ziert: in den wenigsten Fällen ist es das, was gewünscht wird. Aber wie gehe ich damit um, wenn ich mit so einer Äußerung konfrontiert werde? Noch dazu, wenn es ein naher Angehöriger ist?  Diesem Thema wollen wir nachspüren.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Lounge/ Erdgeschoss | 90403 Nürnberg | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Mittwoch, 14.10.2026

Workshop „Seelenkräfte aufspüren mit SoulCollage®“

18:00-21:00 Uhr

Leitung: Diakonin Friederike Spörl-Springer, SoulCollage®-Facilitatorin, Referentin für Biografiearbeit (Lebensmutig e.V.), Coach (TEAM Benedikt).

SoulCollage® ist eine meditativ-kreative Methode, die eine stärkende innere Entdeckungsreise ermöglicht, erstaunliche (Selbst-) Erkenntnisse schenkt und dabei viel Freude macht. In der angeleiteten Beschäftigung mit den Karten und im Austausch entstehen wertvolle Einsichten. Diese nähren die Seele und geben Kraft für die Herausforderungen des Lebens. Das praktische Gestalten der Collage-Karten ist sehr einfach: Es sind weder künstlerische Begabung noch besondere Fähigkeiten erforderlich.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Raum 4.02 | 90403 Nürnberg |Teilnahmegebühr 5€ – zahlbar vor Ort.

„Lieder vom Leben, Abschied nehmen und der Trauer“

18:00-20:00 Uhr

Referent: Diakon Helmut Unglaub, TrauerberatungsZentrum im Hospiz-Team Nürnberg e.V.
Dipl.-Soz. Pädagoge (FH), Trauerbegleiter BVT

Ein Begegnungsabend mit musikalischen Impulsen und Gesprächen.

Manchmal findet man selbst nicht die passenden Worte für das eigene Erleben. Und dann hört man ein Lied, das einen mitnimmt und zu Tragen vermag, weil Text und Melodie zum stimmigen Ausdruck und Spiegel der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt werden. Was für ein Geschenk!
An diesem Abend lassen wir uns gemeinsam von Liedern über das Leben, Abschied nehmen und die Trauer inspirieren und kommen darüber in einen achtsamen Austausch.

Ort: Hospiz-Team Nürnberg e.V. | Deutschherrnstraße 15-19 | 3. Stock | Raum 4 | 90429 Nürnberg.
Anmeldung erforderlich | Max.12 Teilnehmer: innen | Eintritt frei.

Nimm Dich selbst mal in den Blick und tue Dir etwas Gutes

18:00-20:00 Uhr

Referentinnen: Sonja Maier, Qi-Gong Kursleiterin, Atemcoach, Heidi Stahl, Expertin Aromapflege, Entspannungstrainerin.

Ein Wohlfühlabend mit Entspannungs- und Atemübungen. Die Übungen finden im Sitzen oder Stehen statt. Ambulanter Hospiz- und palliativer Beratungsdienst der Rummelsberger Diakonie.

Veranstalter:  Rummelsberger Diakonie | Neusalzer Str. 4 | 90473 Nürnberg (Nürnberg-Langwasser) | Tel: 0911/393 63 43 90 | Anmeldung ist nicht erforderlich.

Donnerstag, 15.10.2026

Letzte Hilfe Kurs – Das kleine 1×1 der Sterbebegleitung

16:00-20:00 Uhr

Referent:innen: Diakon Dirk Münch MA1. Vorsitzender Hospiz-Team Nürnberg e.V., Verena Böhm, Koordinatorin Palliative Care.

Das Lebensende und das Sterben von nahestehenden Menschen machen uns oft ratlos und hilflos. Der Letzte Hilfe Kurs richtet sich an alle Menschen, die sich informieren und vorbereiten möchten, um Sterbende in ihrer vertrauten Umgebung besser begleiten zu können.

In unserem Kurs wird grundlegendes Wissen und praktisches Handwerkszeug für vermittelt.

Kursinhalte:

  • Wissen weitergeben: Wir sprechen offen über das Sterben als einen normalen Teil des Lebens.
  • Vorsorgen und entscheiden: Informationen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und palliativen Möglichkeiten.
  • Leiden lindern: Praktische Tipps zur körperlichen Pflege, Linderung von Beschwerden und Schmerzerkennung.
  • Abschied nehmen: Wie Sie professionelle Hilfe einbinden und bewusst Abschied nehmen können.

Der Kurs erfordert keine Vorkenntnisse und bietet Raum für Fragen, Austausch und persönliche Beruhigung. Schenken Sie sich die Sicherheit, im Ernstfall nicht hilflos zu sein.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Raum 4.05. | 90403 Nürnberg. Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

„Ich sterbe. Kommst du?“ – Ein Film über das Leben bis zuletzt

Beginn: 17:00 Uhr

Ich sterbe. Kommst du? Filmabend und anschließendes Gespräch mit der Hauptdarstellerin und Co-Autorin Jennifer Sabel.

Der Tod ist ein Teil des Lebens – und doch fällt es uns oft schwer, darüber zu sprechen. Der Spielfilm „Ich sterbe. Kommst du?“ von Benjamin Kramme und Jennifer Sabel nähert sich diesem Thema auf ungewöhnlich ehrliche und zugleich lebensnahe Weise.
Im Mittelpunkt steht nicht allein das Sterben, sondern das, was auch in der letzten Lebensphase bleibt: Beziehungen, Nähe, Wut, Angst, Abschied, unerfüllte Wünsche – aber ebenso Humor, Freundschaft und kleine Momente von Lebensfreude. Der Film zeigt das Hospiz dabei als einen Ort, an dem nicht nur gestorben, sondern auch gelebt, gelacht, gestritten und Abschied genommen wird.
Ich sterbe. Kommst du?“ erzählt auf eindringliche, ehrliche und zugleich überraschend lebensnahe Weise von den letzten Wochen eines Lebens. Der Film wagt einen Blick auf das Sterben, ohne es zu verklären oder zu tabuisieren – und zeigt dabei auch, dass selbst am Lebensende Raum für Nähe, Freundschaft, Humor und Lebensfreude bleibt.
„Ich sterbe. Kommst du?“ lädt dazu ein, sich berühren zu lassen und vielleicht auch die eigene Haltung zum Sterben neu zu betrachten. Ein Film für alle, die sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen möchten – sensibel, direkt und ohne sentimentale Antworten.
Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch mit der Hauptdarstellerin Jennifer Sabel, die für ihre sensible Umsetzung der weiblichen Hauptrolle den Deutschen Schauspielpreis 2025 in der Kategorie Dramatische Hauptrolle, erhalten hat.
Es erwartet Sie ein berührender Filmabend über das, was uns alle verbindet: das Leben, den Abschied und die Frage, was wirklich wichtig ist.
Der Film selbst hat bei den 5. Filmtagen Oberschwaben 2025 den Hans W. Geißendörfer Preis für den besten Spielfilm gewonnen.

Karten bitte vorab direkt online buchen: https://www.casablanca-nuernberg.de/

Hintergründe zum Film unter https://www.wunschkindfilm.de/ und https://barnsteiner-film.de/sterbe-kommst/

Ort: Filmhaus Casablanca | Brosamer Straße 12 | 90459 Nürnberg.

Kultursensible Begleitung am Lebensende.

18:00-20:00 Uhr

Referent: Nikola Curic, Koordinator Palliative Care.

Jeder Mensch ist einzigartig – mit seiner Lebensgeschichte, seiner Sprache, seinem Glauben und seinen persönlichen Wünschen oder kulturellen Prägungen -besonders in der letzten Lebensphase. Eine kultursensible Begleitung bedeutet, diesen individuellen Hintergründen mit Offenheit, Respekt und Wertschätzung zu begegnen.

Der Vortrag beleuchtet, wie kulturelle und religiöse Vorstellungen das Erleben von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer beeinflussen können. Dabei geht es nicht um starre Regeln oder vermeintliches Wissen über einzelne Kulturen, sondern um eine achtsame Haltung,die den Menschen mit seinen persönlichen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Anhand praxisnaher Beispiele werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine einfühlsame und kultursensible Begleitung gelingen kann. Der Vortrag lädt dazu ein, eigene Sichtweisen zu reflektieren, Berührungsängste abzubauen und Sicherheit im Umgang mit Vielfalt zu gewinnen.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Lounge/ Erdgeschoss | 90403 Nürnberg |Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Freitag, 16.10.2026

So bunt wie das Leben – die Palliativstation.

16:00-19:00 Uhr

Ansprechpartnerin: Ulrike Hofmann

So vielfältig wie unsere Gesellschaft ist, so vielfältig sind unsere Patientinnen und Patienten und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Herausforderung in der palliativen Versorgung schwer kranker Menschen und deren Zugehörigen liegt auch darin, den unterschiedlichen Persönlichkeiten in ihrem individuellen Schicksal in der Behandlung und Begleitung adäquat zu begegnen.  So stehen vor allem die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen im Vordergrund neben tradierten oder neuen Lebenssituationen und kulturellen Hintergründen der Patientinnen und Patienten und deren Familien.

Um dieser Vielfalt begegnen zu können, arbeiten wir mit einem multiprofessionellen Team individuell und bedürfnisorientiert mit Patientinnen und Patienten und deren Familien.

Wie immer bieten wir eine Führung über die Palliativstation an und erklären unser Behandlungskonzept.

In diesem Jahr möchten wir Sie darüber hinaus einladen, die vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten der Physiotherapie und Ergotherapie kennenzulernen.

Viel Freude dabei!

Ort: Klinikum Nürnberg | Campus Nord | Palliativstation Haus 10 | Prof.-Ernst-Nathan-Straße 1 | 90419 Nürnberg..

Buchvorstellung „Am Ende zählt das Jetzt.“

Beginn: 18:00 Uhr

Die Autorinnen Michaela Bayer und Sara Loy arbeiten als Palliativpflegerinnen am LMU Klinikum Großhadern in München. Bekannt geworden sind sie durch ihren Instagram-Kanal @elsa.palliative.care (über 45.000 Follower), mit dem sie Sterben, Tod und Trauer enttabuisieren. Sie wurden u. a. zu „Pflegerinnen des Jahres“ ausgezeichnet und waren für den Goldene Blogger Award nominiert.

In ihrem Buch geben sie einen seltenen, persönlichen Einblick in den Alltag auf einer Palliativstation: Was Sterbende am Ende wirklich bewegt – und wie diese Erkenntnisse unser Leben heute bereichern können. Warum Humor, Rituale und kleine Gesten in der letzten Lebensphase so wichtig sind. Wie Palliative Care nicht nur das Sterben begleitet, sondern das Leben selbst in den Mittelpunkt rückt. Weshalb zwei junge Frauen sich bewusst diesem Beruf gewidmet haben.

Die Geschichten, die sie erzählen, reichen von Hochzeiten und Geburtstagen auf der Station bis zu stillen Momenten voller Würde und Nähe. Das Buch schenkt Mut, sich mit dem Ende auseinanderzusetzen – und dadurch bewusster zu leben.

Zwei junge Münchnerinnen in einem Berufsfeld, das mit Leben mindestens so viel zu tun hat wie mit Sterben. Der reale Alltag auf einer Palliativstation – jenseits von Klischees. Tabubruch auf Instagram: Wie Pflegekräfte mit Reichweite über Sterben und Trauer aufklären.

Ort: eckstein | Burgstraße 1-3 | Lounge/ Erdgeschoss | 90403 Nürnberg | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Vortrag Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Beginn: 18:00 Uhr

Referent Jürgen Schnierstein, Altenpfleger und ACP-Berater im Hospiz und PalliativberatungsZentrum Nürnberg.

Jeder von uns kann durch Unfall oder Krankheit in die Situation kommen, wichtige Fragen der medizinischen Behandlung nicht mehr selbst entscheiden zu können. Angehörige oder rechtliche Vertreter (Vorsorgebevollmächtigte oder Betreuer) werden in dieser Situation häufig in die Behandlungsentscheidung einbezogen und sollen Sprachrohr der Person sein, die nicht einwilligungsfähig ist. Sie müssen sich dann dazu äußern: „Was hätte sie/er gewollt? Was will sie/er vielleicht nicht mehr haben?“ Für viele ist das eine große Herausforderung, noch dazu, wenn vorher nie darüber geredet wurde.Eine Patientenverfügung hilft, es gibt dabei allerdings einiges zu beachten. 

Ort: Haus eckstein | Burgstraße 1-3 | Raum 4.02. | 90403 Nürnberg. Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.

Samstag, 17.10.2026

Lesung „Marianengraben“

18:00-20:00 Uhr

Ein Roman von Jasmin Schreiber.
Es lesen für Sie Bettina Renz, Hospizbegleiterin im Hospizverein Schwabach, Marcus Hecke Koordinator im Hospiz-Team Nürnberg e.V. und Thomas Mrotzek, Koordinator im Hospizverein Schwabach e.V.

Jeder weiß: Der Mount Everest ist mit knapp 9.000 Metern die höchste Erhebung der Welt. Nicht ganz so viele kennen seinen tiefsten Punkt: Den Marianengraben, gut 11.000 Meter tief. Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, der das Meer und das Wasser liebt.

Aber Tim stirbt und stürzt Paula in eine 11.000 Meter tiefe Trauer. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Gemeinsam begeben sie sich auf einen ungewöhnlichen Road-Trip, der sie beide zu sich selbst zurückbringt – auf die eine oder andere, durchaus humorvolle Weise. Ein Roman übers Sterben – aber vor allem darüber, am Leben zu bleiben.

Gönnen Sie sich zwei Stunden Vorlesegenuss. Im Anschluss wird sich ihr Blick auf das Thema Trauer verändert haben.

Ort: Thalia Nürnberg | Karolinenstraße 53 | Kulturlounge | 90403 Nürnberg | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich.